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Die Gemeinde Lintgen

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 1525 Hektar und begreift die Ortschaften Lintgen, Gosseldingen, Prettingen und Plankenhof. Die bebaute Fläche liegt bei ca. 70 ha und der Waldanteil bei ca. 54 %. Lag die Einwohnerzahl 1970 bei 1532, wovon 12.4 % fremde Nationalitäten waren, beträgt sie heute 2.399, davon 910 Nichtluxemburger, also 37.93 % die sich auf 32 verschiedene Nationalitäten aufteilen.

Obwohl die Nachfrage an Wohnungen in unserer Gemeinde sehr hoch ist, entwickelte sich die Einwohnerzahl in den Nachbargemeinden im Alzettetal wesentlich schneller als in unserer Gemeinde. Dies liegt an der topografischen Lage:

Das Alzettetal verengt sich stark in der Kléck (Lorentzweiler) und weitet sich wieder am Ortsende von Lintgen in Richtung Mersch. Auch in Richtung Fischbach sind die Täler eng, was die Erschließung von Bauland beeinträchtigt.
Im Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Lintgen eine rege Aktivität im Industriewesen. Bedingt durch die zentrale Lage und einen guten Anschluss an die Eisenbahn entstanden eine Feilenfabrik, das Kocherdwerk Helios, die Farbenfabrik Steinhäuser, das Kohlensäurewerk Céodeux, die Kartonfabrik, die Orgelmanufaktur Haupt sowie das Ziegelwerk Wolmering. Außerdem wurde sehr viel Holz an der Eisenbahnstation verladen.

Übrig geblieben sind die Cartonnerie de Lintgen, welche alle Arten von Kartonagen vertreibt, die Orgelmanufaktur Westenfelder und die Gruppe Rotarex, früher Céodeux. Während die Orgelmanufaktur nach alten und bewährten Traditionen sehr hochwertige und begehrte Orgeln herstellt und repariert und weit über die Grenzen unseres Landes bekannt ist, ist die Gruppe Rotarex ein hoch technologisches Werk geworden welches in der ganzen Welt aktiv ist. Die Palette ihrer Produkte reicht über die Herstellung von einfachen Gasventilen über Feuerlöschanlagen bis zu Ventilen die in Spitäler und Laboratorien eingesetzt werden. Die Rotarexgruppe liefert sowohl ein Spezialventil welches bei der Ariane Rakete eingesetzt wird als sie mit einem italienischen Partner ein Werk in China errichtete in welchem mit Gas betriebene Mopede hergestellt werden. Die neueste Entwicklung sind Ventile welche in den mit Wasserstoff betriebenen Motoren der neuen 7er Serie von BMW eingesetzt werden. Die Rotarexgruppe zählt weltweit 2000 Mitarbeiter, wovon ca. 400 in Lintgen beschäftigt sind.

„Bei de Fëschweieren“ betreibt die Forstverwaltung die einzige Fischaufzuchtstation des Landes welche die einheimischen Bäche und Flüsse mit Nachwuchs versorgt.

Mit den verschiedenen Handwerksbetrieben wie Bäcker, Metzger, Schreiner, Frisöre und Autowerkstatt sowie Geschäfte, Gasthäuser und Restaurants wird den Einwohnern unserer Gemeinde sowie der Nachbargemeinden eine gute Lebensqualität geboten.

Seit den 60er Jahren ist Lintgen ein Hauptstandort der Protection Civile. Nach sehr bescheidenen Anfängen, als eine alten Schule als Materiallager diente und in einer früheren Schmiede Material und Fahrzeuge repariert wurden, errichtete das Innenministerium in den 80er Jahren die Base Nationale de Support. Hier werden sowohl Material für den Katastrophenfall gelagert als auch viele Fahrzeuge für das Feuer- und Rettungswesen stationiert und gewartet. Seit 2001 besteht ein neues interkommunales Schulungszentrum für Rettungswesen mit Unterbringung der Ambulanzfahrzeuge welche zum Wohl der Einwohner des Alzettetales sowie anderer Nachbargemeinden für Notfälle eingesetzt werden.

Die Lintgener Feuerwehr ist sehr stark in die „Base Nationale de Support“ eingegliedert und ist somit oft und im ganzen Lande aktiv.

An dieser Stelle sei allen freiwilligen Helfern von Feuerwehr und Protection Civile sehr herzlich gedankt für ihre Bereitschaft sich freiwillig in den Dienst ihrer Mitmenschen zu stellen und so ein hervorragendes und reibungslos funktionierendes Feuerwehr- und Rettungswesen garantieren.

hw

 

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