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Begrüssung des Kantonalpräsidenten
Henri SCHULLER

Mit Zuversicht in die Zukunft.


Nichts ist so beständig wie der Wandel der Zeit! Die nun 125-jährige Geschichte unseres nationalen Feuerwehrverbandes und das 45 jährige Bestehen des Zivilschutzes sind ein Spiegelbild dafür.

Immer wieder aus Neue, haben die freiwilligen Mitglieder von Feuerwehr und Zivilschutz gesellschaftliche und politische Herausforderungen angenommen, haben es geschafft sich der rasanten Entwickelung der Technik und unseren heutigen Lebensbedingungen anzupassen.

Morgen haben wir neue Herausforderungen zu bestehen. Herausforderungen, wie sie auf uns zukommen, bedürfen jedoch einer verstärkten Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Es gilt Zumutungen für die Feuerwehrangehörigen zurückzuweisen und sie von Gefahren und unnötiger Bürokratie zu schützen. Wir müssen verstärkt für neue aktive Mitglieder werben und wesentlich noch mehr darin investieren. Einmal gewonnenen Mitgliedern müssen wir die nötige Ausbildung zu kommen lassen und versuchen diese mit allen Mitteln zu motivieren damit sie bei der „Stange“ bleiben.

Eine Herausforderung für den Kantonalverband Mersch in den nächsten Jahren, wird sicherlich eine straffere Ausbildung im Allgemeinen aber insbesondere sich rüsten in Praxis und Theorie für Unfälle jeder Art in mehreren Tunnels. Hier sind zurzeit Mitglieder des Kantonalverbandes Mersch ganz intensiv damit beschäftigt einen solchen Lehrgang zu erstellen, der dann auf nationalem Plan seine Anwendung finden soll. Dies bedingt aber auch eine konstruktive und enge Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz, der Straßenbauverwaltung und Polizei. Nur wenn alle Rettungskräfte am selben Strang ziehen und dieselbe Instruktion und Formation erhalten, können wir den heutigen Anforderungen gelassen entgegentreten.

Bei Katastrophen und Unfällen verlangt der Bürger nicht nach klugen Worten, der Bürger fordert Schutz und schnellstmögliche wirksame Hilfe. Ihn, den Bürger in Not, interessiert das Geschiebe um Zuständigkeits-bereiche nicht, er erwartet ein funktionierendes System. Für so manchen Mitbürger sind die Hilfsdienste eine Selbstverständlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit dass sich freiwillige Helferinnen und Helfer auch bei Sonn- und Feiertagen beim Alarm von ihren Familienangehörigen verabschieden um in Not geratene Mitbürger zur Hilfe zu eilen und dies oft unter sehr extremen und gefährlichen Bedingungen und dies zum Nulltarif. Dass die Feuerwehr in diesem eine tragende Säule ist und durch ihre flächendeckende Präsenz dem Bürger am nächsten ist, wurde uns bei der Neugestaltung einer „Administration des Services de secours“ auch im Kanton Mersch bewusst. In ganz enger und guter Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz und anderen Hilfsorganisationen, wollen wir auch in der Zukunft den Garant für die Sicherheit in der Krise sein.

Im Jugendbereich, so glaube ich, sind wir auf der richtigen Spur. Bei den verschiedenen Organisationen auf Kantonaljugendebene und auf internationalem Parkett konnten wir uns überzeugen, welche Dynamik und welches Potential in den Jugendlichen, den Jugendleitern, den Jugendleiterinnen und deren Betreuern stecken.

Unsere Jugendfeuerwehr, eine der kraftvollsten, innovativsten Jugendorganisation des Landes hat bei Gelegenheit der nationalen und bei internationalen Wettbewerben in Diekirch, Lichtenstein und in Schweden bewiesen zu welchen Leistungen sie fähig sind.

Der Kantonalverband Mersch wird auf Ebene des Landesfeuerwehr-verbandes mit daran arbeiten, dass die neu entstehenden Einflüsse nicht an der Feuerwehr vorbeiziehen, sondern unsere hohe Qualität und Leistungsbereitschaft, aber auch das Potenzial an Menschen und deren Fähigkeiten als wesentlichen Faktor in das System einbringen. Wichtig in diesem Zusammenhang wird auch sein, dass die Stellung der Kantonal-verbände so gestärkt wird, dass sie als kompetenter Verhandlungs-partner im Kräftespiel Politik - Aufgaben und Organisationsverteilung - Finanzierung die erforderliche Wirkung erzielen kann.

So möchten wir uns auch in der Zukunft noch eingehender und kritischer mit verschiedenen „Dossier“ des nationalen Feuerwehrverbandes beschäftigen und hoffen, dass es in aufrichtigen Verhandlungen mit den Verantwortlichen der neuen Verwaltung und dem Innenministerium zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommt, wobei die unentgeltliche Arbeit der Freiwilligen gebührend respektiert und gefördert werden muss.

Weiterhin hoffen wir, dass die im Jahre 2008 begonnenen Projekte nun endlich verwirklicht werden. Ich denke dabei ganz besonders an, das in Krafttreten der neuen Gesetzgebung mit den entsprechenden Regelementen, mehr Transparenz und Information seitens der Führung des Landesverbandes, ein besseres adäquates Funktionieren der Schule in Niederfeulen bei allen Lehrgängen sowie die Verwirklichung eines Feuerwehrmuseums.
Das Fundament, auf dem wir stehen und auf dem wir uns weiterentwickeln wollen, sind alle Freiwilligen der Rettungskräfte die alljährlich große Leistungen im Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit erbringen.

Allen Frauen und Männern, die sich für die Dienste im Rettungswesen einbringen, deren Familienagehörigen und denen, die sich mit dem Kantonalverband Mersch verbunden fühlen und den Verantwortlichen der Gemeinden möchte ich recht herzlich danken.

Gleichzeitig wünsche ich ihnen Glück, Frieden und Gesundheit für das kommende Jahr 2008 in der Hoffnung, dass Ihnen Freude und Motivation erhalten bleiben, damit sie auch weiterhin dem Bürger bei Feuer, Not und Gefahr helfen können.

SCHULLER Henri
Kantonalpräsident

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