Mit
Zuversicht in die Zukunft.
Nichts ist so beständig
wie der Wandel der Zeit! Die nun 125-jährige Geschichte unseres
nationalen Feuerwehrverbandes und das 45 jährige Bestehen des Zivilschutzes
sind ein Spiegelbild dafür.
Immer wieder aus Neue, haben die freiwilligen Mitglieder von Feuerwehr
und Zivilschutz gesellschaftliche und politische Herausforderungen angenommen,
haben es geschafft sich der rasanten Entwickelung der Technik und unseren
heutigen Lebensbedingungen anzupassen.
Morgen haben wir neue Herausforderungen zu bestehen. Herausforderungen,
wie sie auf uns zukommen, bedürfen jedoch einer verstärkten
Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Es gilt Zumutungen für die Feuerwehrangehörigen
zurückzuweisen und sie von Gefahren und unnötiger Bürokratie
zu schützen. Wir müssen verstärkt für neue aktive
Mitglieder werben und wesentlich noch mehr darin investieren. Einmal
gewonnenen Mitgliedern müssen wir die nötige Ausbildung zu
kommen lassen und versuchen diese mit allen Mitteln zu motivieren damit
sie bei der „Stange“ bleiben.
Eine Herausforderung für den Kantonalverband Mersch in den nächsten
Jahren, wird sicherlich eine straffere Ausbildung im Allgemeinen aber
insbesondere sich rüsten in Praxis und Theorie für Unfälle
jeder Art in mehreren Tunnels. Hier sind zurzeit Mitglieder des Kantonalverbandes
Mersch ganz intensiv damit beschäftigt einen solchen Lehrgang zu
erstellen, der dann auf nationalem Plan seine Anwendung finden soll.
Dies bedingt aber auch eine konstruktive und enge Zusammenarbeit mit
dem Zivilschutz, der Straßenbauverwaltung und Polizei. Nur wenn
alle Rettungskräfte am selben Strang ziehen und dieselbe Instruktion
und Formation erhalten, können wir den heutigen Anforderungen gelassen
entgegentreten.
Bei Katastrophen und Unfällen verlangt der Bürger nicht nach
klugen Worten, der Bürger fordert Schutz und schnellstmögliche
wirksame Hilfe. Ihn, den Bürger in Not, interessiert das Geschiebe
um Zuständigkeits-bereiche nicht, er erwartet ein funktionierendes
System. Für so manchen Mitbürger sind die Hilfsdienste eine
Selbstverständlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit dass sich
freiwillige Helferinnen und Helfer auch bei Sonn- und Feiertagen beim
Alarm von ihren Familienangehörigen verabschieden um in Not geratene
Mitbürger zur Hilfe zu eilen und dies oft unter sehr extremen und
gefährlichen Bedingungen und dies zum Nulltarif. Dass die Feuerwehr
in diesem eine tragende Säule ist und durch ihre flächendeckende
Präsenz dem Bürger am nächsten ist, wurde uns bei der
Neugestaltung einer „Administration des Services de secours“
auch im Kanton Mersch bewusst. In ganz enger und guter Zusammenarbeit
mit dem Zivilschutz und anderen Hilfsorganisationen, wollen wir auch
in der Zukunft den Garant für die Sicherheit in der Krise sein.
Im Jugendbereich, so glaube ich, sind wir auf der richtigen Spur. Bei
den verschiedenen Organisationen auf Kantonaljugendebene und auf internationalem
Parkett konnten wir uns überzeugen, welche Dynamik und welches
Potential in den Jugendlichen, den Jugendleitern, den Jugendleiterinnen
und deren Betreuern stecken.
Unsere Jugendfeuerwehr, eine der kraftvollsten, innovativsten Jugendorganisation
des Landes hat bei Gelegenheit der nationalen und bei internationalen
Wettbewerben in Diekirch, Lichtenstein und in Schweden bewiesen zu welchen
Leistungen sie fähig sind.
Der Kantonalverband Mersch wird auf Ebene des Landesfeuerwehr-verbandes
mit daran arbeiten, dass die neu entstehenden Einflüsse nicht an
der Feuerwehr vorbeiziehen, sondern unsere hohe Qualität und Leistungsbereitschaft,
aber auch das Potenzial an Menschen und deren Fähigkeiten als wesentlichen
Faktor in das System einbringen. Wichtig in diesem Zusammenhang wird
auch sein, dass die Stellung der Kantonal-verbände so gestärkt
wird, dass sie als kompetenter Verhandlungs-partner im Kräftespiel
Politik - Aufgaben und Organisationsverteilung - Finanzierung die erforderliche
Wirkung erzielen kann.
So möchten wir uns auch in der Zukunft noch eingehender und kritischer
mit verschiedenen „Dossier“ des nationalen Feuerwehrverbandes
beschäftigen und hoffen, dass es in aufrichtigen Verhandlungen
mit den Verantwortlichen der neuen Verwaltung und dem Innenministerium
zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommt, wobei die unentgeltliche
Arbeit der Freiwilligen gebührend respektiert und gefördert
werden muss.
Weiterhin hoffen wir, dass die im Jahre 2008 begonnenen Projekte nun
endlich verwirklicht werden. Ich denke dabei ganz besonders an, das
in Krafttreten der neuen Gesetzgebung mit den entsprechenden Regelementen,
mehr Transparenz und Information seitens der Führung des Landesverbandes,
ein besseres adäquates Funktionieren der Schule in Niederfeulen
bei allen Lehrgängen sowie die Verwirklichung eines Feuerwehrmuseums.
Das Fundament, auf dem wir stehen und auf dem wir uns weiterentwickeln
wollen, sind alle Freiwilligen der Rettungskräfte die alljährlich
große Leistungen im Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit erbringen.
Allen Frauen und Männern, die sich für die Dienste im Rettungswesen
einbringen, deren Familienagehörigen und denen, die sich mit dem
Kantonalverband Mersch verbunden fühlen und den Verantwortlichen
der Gemeinden möchte ich recht herzlich danken.
Gleichzeitig wünsche ich ihnen Glück, Frieden und Gesundheit
für das kommende Jahr 2008 in der Hoffnung, dass Ihnen Freude und
Motivation erhalten bleiben, damit sie auch weiterhin dem Bürger
bei Feuer, Not und Gefahr helfen können.
SCHULLER
Henri
Kantonalpräsident